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Ehemaliger Bundesligist beantragt Insolvenz

 

HC Leipzig: Jacobi zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt

Leipzig. Rechtsanwalt Dr. Christoph Alexander Jacobi wurde am 19.07.2017 zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der HC Leipzig Bundesliga GmbH (HC Leipzig) bestellt. Der Geschäftsführer Kay-Sven Hähner beantragte am 15.07.2017 Insolvenz beim Amtsgericht Leipzig. Der vorläufige Insolvenzverwalter und sein Mitarbeiterstab von über 50 Mitarbeitern sondieren aktuell gemeinsam mit dem Geschäftsführer und weiteren Beteiligten die Möglichkeiten für eine Restrukturierung des Geschäftsbetriebes.

Der Spielbetrieb in der dritten Liga ist weiterhin möglich und soll zum Erhalt des leistungssportlichen Handballstandortes Leipzig im weiblichen Bereich forciert werden. Das Spielrecht in der dritten Liga ist nach derzeitiger Rechtslage nicht übertragbar. Ziel ist die Entschuldung des HC Leipzig mittels Umsetzung eines Insolvenzplans in einem eröffneten Insolvenzverfahren. Voraussetzung dafür ist, dass der laufende Spielbetrieb gesichert und für die Gläubiger hinreichend Kapital zur Verfügung gestellt werden kann. So kann unter Umständen auch die wichtige Nachwuchsentwicklungs- und -förderstruktur des rechtlich nicht von der Insolvenz betroffenen HC Leipzig e.V. gesichert werden.

Der HC Leipzig bzw. seine Rechtsvorgänger spielen seit Jahrzehnten erfolgreich an der Spitze des Frauenhandballs. Der HC Leipzig ist der erfolgreichste deutsche Verein im Frauenhandball. Die Mannschaft gewann insgesamt 36 nationale und internationale Titel, davon vier Europapokale, 21 Meisterschaften und 10 nationale Pokale sowie einmal den DHB-Supercup.